FreeBSD auf dem Blade...stinkt
Arbeit am Wochenende ist nichts aussergewöhnliches für einen Admin, und so nimmt dieser das gelassen hin, zumal die unbekannte Ruhe in den sonst so geschäftigen Räumen der Arbeitsanstalt meditativen Charakter hat der zu Höchstleistungen antreibt.ÂÂ
Nun, zumindest fast. Das Brötchen auf das Hemdn gekleckert, den Kaffee hinterher, hetzt man so schnell zur Arbeit. Man kann es ja kaum erwarten. Oder, man will schnell fertig sein.
Kaum ist man da, eröffnet sich das erste Problem, der Kaffeeautomat ist defekt. "Mal wieder" denkt man sich, und rennt schnell zur Tankstelle um sich Pulverkaffee zu holen, der Wasserkocher röchelt in dieser Zeit schon munter vor sich hin.
Dann geht es los, lapidare, nein, triviale, nein, banale, oder laptriba Dinge sind zu erldigen. Update eines IBM HS-20 Blade. Die Switche, Cisco, QLOGICs, die Blades selber (das BIOS) und zu guter letzt müssen noch die neuen Platten in das bestehende RAID aufgenommen werden. Nebenher macht man noch schnell das Update der OpenBSD Firewall. Alles läuft rund. Die updates zeigen keine Fehler.
"Heureka" mag es einem da schon in der Kehle stecken, doch oh weh, man sollte evtl. die Blades erst booten. Haben sie die Trennung des Spiegels überlebt? Was sagen sie zu der ganzen neuen Firmware.
"Das wird schon" sagt man sich mit einem wissenden lächeln das es eben nie so wird. Willkommen in der Welt von Murphy. Sobald man in dieser ist, wünscht man sich gleichnamiges Bier. Stattdessen, Schokolade gegen den Stress und Kaffee gegen die Müdigkeit.
Es wurde dann auch. Blade 1,3 und 4 starteten brav und rennen. Alles SuSE Linux 9 Enterprise. Keine Probleme. Bleibt die Nummer 2. Hier war es schon ein Abenteuer überhaupt das System zu installieren. Sprich, FreeBSD 6.1. Damals, lange her. Kein Problem. Auch hat der gmirror bei diversen Tests, bei denen man den Spiegel auftrennte und foo und bar, keine Probleme gemacht. Warum dann heute.
Server bootet. Ethernet wird erkannt, RAM, Video, dann kommt isp. ISP? Ja, Qlogic 2312 Adapter. Die HBAs. "Was soll da schon schiefgehen".
da254, da1234, da768,....
WTF?
Jawoll, ich habe also 1234 da's bei mir im System. etwas viel. Was das System dann auch gleich bemerkt und sich kurzerhand, schmollend und zutiefst gekränkt das ich dies bemerkt habe, mit einem PANIC aus dem Staub macht.
Nun denn, nochmals booten und gmirror im loader deaktivieren. Evtl. liegt es ja daran. So was nennt man dann auch "Strohhalm". Naja, und so stabil wie ein Strohhalm ist die Idee dann auch, knickt ein, PANIC.
WTF?
Nun denn, starten wir eben von einer Rescue CD. Also eine 7.0 rein, danach eine 6.2, danach eine 6.1. Der geneigte Leser, so es diesen gibt, kann sich schon denken was passiert. Genau.
WTF!
Die Kiste bleibt wieder beim ISP hängen. Diesmal wird mir da ein da516 angezeigt. Doll. Wenn ich so viele der FC-Platten hätte, ich wäre reich. Heureka.
Nun, es sind einige Stunden vergangen. Man hat auch versucht das BIOS update vom Blade, wieder so ein Strohhalm, rückgängig zu machen. Resultat? Nun verweigert das Blade, solidarisch mit FreeBSD, den Dienst. Ich warte schon auf einen Anruf von Herrn Schell der sonstwas von mir fordert. Kommt aber nicht, wobei ich geneigt wäre darauf sofort einzugehen.
Tjaja, nun stehe ich hier und ringe mit mir.
Eigentlich nicht. Es ist klar was zu tun ist. Weiter probieren bis Montag früh!
Nein, eher nicht. Ich greife langsam zu einem Stapel SuSE Linux Enterprise CDs und werde diese morgen installieren und den SAMBA PDC, DHPC und DNS Server dort neu aufsetzen.ÂÂ
Sorry, FreeBSD stinkt auf dem Blade. Traurig aber wahr.
Es lief gut, bis zu diesem Update wo andere Systeme kein Problem mit haben, aber in der Liga der Blades scheint FreeBSD nichts verloren zu haben.
Traurig, nun rennt es noch auf solch gammeligen HP Desktop Kisten mit ein paar Diensten, da rennt es, aber wehe es kommt nen dickes Blade, da wird das FreeBSD leider so klein, das es vor Ehrfurcht nen Panic bekommt.
Ja, ich bin etwas angepisst. Aber auch das ist nichts neues für einen Admin.

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