Apples Schminkstift bei der Firewall
Diese stand bei vielen in der Kritik, besonders heise-security wollte schon fast eine Viren/Trojaner-Plage ob der neuen Applikations-Firewall ausmachen und spielte in Berichten darauf an das man bei Microsoft den gleichen Fehler auch schon machte, in dem man zu lax mit der Sicherheit umging. Nun ist MacOSX nicht gleich Windows, zum einen ist das System, nach dem heutigen Stand, an sich "sicherer" als Windows (welches immer noch das beliebteste und leichteste Ziel für Hacker, Cracker und Script-Kiddies ist).
Nun hat Apple, sei es durch diverse Berichte über die neue Applikations-Firewall oder auch nicht, die Applikations-Firewall mit dem Update auf 10.5.1 nachgebessert.
Aber ist dem wirklich so?
Wirft man einen Blick auf die Einstellungen der Applikations-Firewall, so wurde hier der Punkt "Alle eingehenden Verbindungen blockieren" herausgenommen, statt dessen steht dort nun "Nur wesentliche Dienste zulassen". Immerhin ein Schritt in die richtige Richtung, da die alte Bezeichnung schlicht falsch war. Hier konnten immer noch diverse Dienste, wie beispielsweise der NTPD, erreicht werden.
Nun ist dieser auch bei der Einstellung "Nur wesentliche Dienste zulassen" nicht mehr erreichbar. Allerdings sieht Apple als wesentliche Dienste diese an:
mDNS
Bonjour
IPSec
Was aber wenn man diese Dienste auch blockieren möchte? Oder anders gesagt, sagt einem Apple nun was notwendig ist und was nicht?
Es fehlen daher immer noch zwei Punkte in der GUI der Applikationsfirewall:
- Blockiere alle eingehenden Verbindungen
- Zeige die notwendigen Dienste in der GUI an mit der Möglichkeit diese manuell an- oder abzuwählen
Schaut man sich dann die Hilfe an, so wird hier immer noch von "Alle eingehenden Verbindungen blockieren" gesprochen, dabei ist dieser Punkt doch "Nur wesentliche Dienste zulassen" gewichen.
Apple selbst macht es doch vor das man den Punkt "Nur wesentliche Dienste zulassen" feiner einstellen könnte. Schaut man sich den Punkt "Sharing" an, so kann hier explizit angegeben werden welche Dienste zu aktivieren sind. Analog könnte man dies auch in der Applikations-Firewall einführen.
Was also bleibt? Im groben ist dieses Update für die Applikations-Firewall ein Schminkstift, welcher nichtmal besonders leidenschaftlich und genau angsetzt wurde. Es bleibt weiterhin ein bitterer Nachgeschmack.
Apple sollte in die GUI auch IPFW integrieren um beispielsweise alles dicht zu machen, oder die Firewall-Regeln global einstellen zu können. Programme wie LittleSnitch machen es vor. Hiermit kann jeder, dank der grafischen Aufbereitung, eine IPFW-Firewall entsprechend konfigurieren und den Bedürfnissen anpassen. Von Apple wird man hier im Regen stehen gelassen, da man dort auf die Applikations-Firewall setzt und wohl der Meinung ist, das nur Apple weiss welche Dienste wirklich notwendig sind und welche nicht.
Sicherlich ist die Idee von Apple, jede Applikation mit einem hash zu versehen gut, die Ansätze sprechen für diese Applikations-Firewall, allerdings scheint es immer noch nicht bis zu Ende gedacht zu sein. Auch scheint mir Apple das Potentzial, welches sich aus dem Verbund einer Applikations-Firewall und Portfirewall, aka IPFW, ergeben könnte, nicht klar zu sein. Würde man dies verbinden, so könnte Apple auch beim Thema Sicherheit ganz vorne dabei sein.

Apples Schminkstift bei der Firewall Jobs Salon halt, ein Duo aus Nerd und Usability-Mensch wäre imho besser für Apple und MacOS Ports Status Im großen und ganzen ist das okay so und die Leute geben sich auch eine gewaltige Mühe. N...
Aufgenommen: Nov 16, 21:01
Firewalls, bzw. Paketfilter sind in aller Munde. Zu letzt machte uns die neue Applikations-Firewall von Apple viel Freude. Wer ein reines Firewallsystem möchte, der war bisher mit m0n0wall oder pfSense immer gut beraten. Diese eigenen sich hervorragend
Aufgenommen: Nov 27, 15:25