BSD en masse - oder FreeBSD ist das letzte...

Donnerstag, 30. April 2009

Frühling lässt sein blaues Band
Wieder flattern durch die Lüfte;
Süße, wohl bekannte Düfte
Streifen ahnungsvoll das Land.
Veilchen träumen schon,
Wollen balde kommen.
- Horch, von fern ein leiser Harfenton!
Frühling, ja du bist' s!
Dich hab' ich vernommen!


So sprach es einst Eduard Mörike.
Wollen wir aber das literarische Quartett hinter uns lassen und wenden uns dem dem BSD Trio zu.

Da ist zum einen DragonFlyBSD. Hier wurde das neueste Release, 2.2.1, am 27. April 2009 herausgegeben. Es gibt nicht viele Changes, interessant wäre es, ob der Fehler unter HammerFS mittlerweile gefunden und eliminiert wurde.

Zum anderen kommt NetBSD seit dem 29. April 2009 mit der Version 5.0 um die Ecke. Vor nicht allzu langer Zeit war man mit den Versionsnummern noch recht sparsam, dies dürfte allerdings der Vergangenheit angehören. Hier gab es eine Menge an Änderungen die man auf der Seite von NetBSD nachlesen kann.

Und dann war da noch OpenBSD. Wie immer eine Punktladung. Am 01.Mai 2009 (eigentlich schon am 30. April 2009) wurde OpenBSD 4.5 freigegeben. Diesmal ganz im Zeichen von Tron und dem Song "Games". Das ISO gibt es für x86 auch diesmal wieder zum download.

Fehlt nur noch FreeBSD. Hier steht man gerade bei FreeBSD 7.2-RC2, es ist also nur eine Frage der Zeit bis auch hier das neue Release erscheint.

Das Jahr fängt mit dem Frühling an, und die BSDs starten auch wieder voll durch. Es wird mal wieder ein spannendes und interessantes Jahr für die BSDs werden.


HammerFS is production ready...someway...or not...

Mittwoch, 15. April 2009

DragonFlyBSD hat sich mit dem von Matt Dillon entwickelten Dateisystem "HammerFS" wieder einen Schritt weiter von seinen Wurzeln, FreeBSD, entfernt.
Mit der DragonflyBSD Version 2.2 konnte man dann nachlesen, das HammerFS nun "irgendwie" produktionsstabil ist:

The DragonFly 2.2 release is here! The HAMMER filesystem is considered production-ready in this release; It was first released in July 2008.


Allerdings auch nur "irgendwie". Denn was ist bei einem Dateisystem schlimmer, als Daten zu "verlieren". Leider hat HammerFS dieses "Feature" aber im Angebot. Besorgniserregend auch, das bis dato noch nicht ermittelt werden konnte woran dies liegt.

Ein Einzelfall scheint es auch nicht zu sein wie man nachlesen kann.

Sicherlich arbeitet Matt mit Hochdruck an einer Lösung, denn, wie schon geschrieben, nichts ist schlimmer als die Gewissheit das die Daten nur "irgendwie" sicher sind und auch immer wieder gefunden werden können.

HammerFS ist sicherlich ein interessantes Dateisystem, die Zukunft wird zeigen ob es sich dabei ausserhalb von DragonFlyBSD durchzusetzen vermag. Der Start ging allerdings dabei ziemlich in die Hose.
Man sollte bei DragonFlyBSD eventuell in Zukunft vorsichtiger sein mit Aussagen bezüglich "produktionsstabil".

Ich wünsche Matt und DragonFlyBSD das hier schnell das Problem gefunden wird, und das man in Zukunft mit Ankündigungen etwas vorsichtiger ist.

Holzweg oder der richtige Pfad? Debian goes FreeBSD

Montag, 6. April 2009

Es gibt *BSD, Linux, viele Linux Distributionen, die alten Saurier wie AIX, HP-UX und Solaris, und dann war da noch GNU/kFreeBSD. Und ja, HURD kommt nächstes Jahr und Plan9 macht alles besser.

Wenden wir uns aber wieder Debian zu, oder FreeBSD, und eigentlich beiden.

Seit gestern ist es nun offiziell Debian gibt es für i386 und AMD64 nun auch mit FreeBSD Kernel. Der geneigte User hat nun also die Möglichkeit zwischen GNU/Linux Kernel und einem FreeBSD Kernel zu wählen.

Wozu das alles? Mir ist dies bis dato schleierhaft, ausser der technischen Verspieltheit und Ausdauer einiger Entwickler und Porter den FreeBSD Kernel aus dem FreeBSD System zu reissen und dann darauf die GNU Tools zu packen. Einen wirklichen Sinn, ausser einem "seht her, es geht", kann ich nicht erkennen. Hut ab, es geht, aber wo ist der Mehrwert?

Im Oktober 2006 wurde über das Vorhaben schon geschrieben "Markenrechtsverletzung durch Debian?" war damals der Titel. Diese scheint dann aber wohl nicht gegeben zu sein.

Etwas seltsam mutet dies alles an. Die *BSDs sind immer ein komplettes System mit Kernelland+Userland, welche in sync sein müssen. Das ist auch einer der Unterschiede zu den Linux Distributionen. Hier nimmt man den Kernel und jede Dsitribution packt ihre GNU-Sachen drumherum. Alle irgendwie anders, alle irgendwie gleich. Bei den *BSDs ist es immer ein komplettes OS.

Nun kann man darüber diskutieren ob es ein Holzweg ist den Debian hier eingeschlagen hat, allerdings könnte Debian auch auf dem richtigen Weg, alles was man bei Debian nun noch machen muss ist, das Userland durch ein BSD Userland zu ersetzten, dann hätte man ein fünftes grosses BSD. Aber es darf bezweifelt werden ob dies die Intention der Debian Etnwickler war und ist.