FreeBSD, das OS der bösen Kommunisten

Freitag, 15. Mai 2009

Die USA haben ihren Stealth-Bomber und Barack Obama, der "Feind" im roten Land China hingegen hat mehr als eine Milliarde Einwohner und nun auch, laut Heise, eine "Geheimwaffe" im Cyberkrieg. Nur, wie geheim ist denn diese "Geheimwaffe", dieses China-OS, genannt Kylin?

Angeblich ist es ein proprietäres Betriebssystem, welches das chinesische Militär nutzt, um so Einbrüche durch ausländische Geheimdienste zu erschweren. Aber nicht nur das es ist laut Washington Post ein "Problem" für die US Geheimdienste, auch das ein spezieller Chip in den Systemen Angriffe verhinden sollen.

Aber lassen wir die Katze aus dem Sack, Kylin OS (oder Kirin OS) scheint ein gehärtetes FreeBSD, basierend auf Version 5.3, zu sein. Die bösen bösen roten Socken nutzen also FreeBSD, dies dürfte die Hardliner in den USA wieder dazu verleiten FreeBSD gleich ganz zu verbieten, Homeland Security wird sicherlich schon die nächsten Schritte eingeleitet haben. Nur gut das FreeBSD schon tot ist.

Nach einer Analyse des Kernels kann man sicher sein das es sich hierbei um ein FreeBSD handelt.

Interessant ist das Vorgehen der Chinesen allemal. Sie härten ein schon vorhandenes OS und passen es auf ihre Bedürfnisse an. Dazu verwenden sie auch noch ein OS welches als allgemein sicher gilt. Da China hier sicherlich viel Wert auf Sicherheit legt ist es interessant das man sich hier für FreeBSD als Basis entschieden hat. Ist Linux hier keine Wahl? Schon zu weit verbreitet? Was ist mit Plan9?

Wie dem auch sei, so geheimnisvoll scheint das OS aus China nicht zu sein. Einen Vorteil gegenüber den USA haben sie sicherlich, statt Windows einzusetzen und hier die üblichen Trojaner zu sammeln, wird dies mit einem FreeBSD basierenden System wohl kaum gelingen.

Cyberkrieg China vs USA: 1:0 für China dank FreeBSD.

Zum Abschluss zaubern wir dann noch das Kaninchen aus dem Hut, Kylin gibt es anscheinend auch schon zum download.


Das bessere Debian? GNU/kFreeBSD

Dienstag, 5. Mai 2009

Vor einem Monat war zu lesen, dass es nun ein Debian mit FreeBSD Kernel gibt.
Dabei steht sicherlich die Frage des Mehrwert im Raum, bzw. welchen Sinn es hat, ein komplettes System wie FreeBSD auseinanderzureissen um den Kernel zu nutzen. Ob Blödsinn oder nicht, ob Ressourcenverschwendung oder nicht, man könnte vortrefflich diskutieren und würde nie auf einen Nenner kommen.
Auf der einen Seite sind die BSDler, welchen es sauer aufstösst den FreeBSD Kernel in mitten eines GNU Userlands zu sehen. Auf der anderen Seite gibt es viele denen es egal ist, bzw. die sich an der Schöpfungsgeschichte erfreuen.

Im Debian Wiki gibt es nun eine kleine Sammlung an Pros für GNU/kFreeBSD. Ein kurzer Auszug:

•Cleaner or more standard kernel interfaces
•Single /dev implementation via devfs, instead of the 3 discordant ways of handling /dev that Linux provides.
•OpenBSD Packet Filter (pf).
•Other nice security features, like jails.
•Support for NDIS drivers in the mainline kernel. On Linux, NdisWrapper is unlikely to make it into the mainline kernel.
•Possible support for ZFS in the mainline kernel. Due to license and patent issues, ZFS is unlikely to appear on Linux.
•Some people say that kFreeBSD has better performance and/or stability (especially in disk/filesystem areas).
•The FreeBSD kernel might support some hardware which Linux does not support and/or the FreeBSD kernel support might be better (fewer bugs).


Sieht man die Vorteile erkennt man auch gleich die Nachteile welche Debian mit Linux Kernel gegenüber GNU/kFreeBSD hat. Wobei dies hauptsächlich eine Geschmacksfrage darstellt.

Interessierte können sich auf die Mailingsliste eintragen oder den IRC channel besuchen (#gnu-kbsd IRC-Kanal auf irc.freenode.net).

Eine Hilfe zur Installation von GNU/kFreeBSD gibt es hier, ebenso ist eine Todo-Liste vorhanden mit Features die noch fehlen.

Am Anfang stand allerdings das ISO, zum download von GNU/kFreeBSD geht es hier.

Die Zukunft wird zeigen ob man bei Debian weiterhin grosse Fortschritte mit GNU/kFreeBSD macht und wie dies bei den Anwendern ankommt. Eventuell erlebt man irgendwann das Debian komplett auf den FreeBSD Kernel umschwenkt. Denkbar ist alles, man dachte auch nie das der FreeBSD einmal extrahiert wird, dass Apple auf Intel umsteigt oder Oracle SUN schluckt. Die Vergleiche hinken? Durchaus, wie jeder Vergleich, aber denkbar ist alles.


FreeBSD - hier und jetzt - 7.2 und virtuell

Montag, 4. Mai 2009

Erst vor wenigen Tagen wurde darüber berichtet, dass OpenBSD, NetBSD und DragonFlyBSD mit neuen Versionen aufwarten können. Einzig FreeBSD fehlte in der Sammlung noch um den Frühling endgültig zu versüßen.
Nun ist es also soweit, FreeBSD 7.2 steht ab sofort zum download bereit. Neben den üblichen FTP-Quellen kann FreeBSD auch seit geraumer Zeit via Bitorrent heruntergeladen werden.
Mit FreeBSD 7.2 gibt es auch eine Reihe von Änderungen:

Jail2 unterstützt nun unbegrenzt viele IPv4- und IPv6-Adressen pro Jail, auch wurden einige Tools überarbeitet was die Administration vereinfachen soll.
Interessant ist auch die Möglichkeit name-based Jails anzulegen, ohne eine IP zu vergeben und cross Plattform Jails (i386 Jail unter AMD64).

FreeBSD/AMD64 hat nun einen maximalen Kernelspeicher von 6GB (interessant für den Ressourcenfresser ZFS).


Was fehlt also noch? Nun, sicherlich das eine oder andere, wichtig wäre allerdings für viele die Möglichkeit virtuelle Maschinen auf FreeBSD zu betreiben. Sicherlich gibt es QEMU/KQEMU, aber dies wird nicht jedem zusagen und man fragt sich weiterhin warum es nichts für (Free)BSD gibt.

Nun, damit dürfte (langsam) Schluss sein. VirtualBox lässt sich an endlich auch unter FreeBSD zu funktionieren wie man diesem Beitrag entnehmen kann. Auch screenshots sind schon vorhanden. Sicherlich, die Liste der nicht funktionierenden Optionen ist noch lang, aber es scheint nun wirklich nur noch eine Frage der Zeit zu sein.