Wenn der Postmann klopft: Postfix 2.4.0
Dienstag, 3. April 2007
Zu der grössten Ãnderung gehört sicherlich, daà Postfix nun kqueue (BSD), /dev/poll (Solaris) oder auch epoll (Linux) nutzt. So sind tausende von gleichzeitigen Verbindungen ohne weiteres möglich. Die main.cf oder auch master.cf muss hierzu nicht mehr speziell angepasst werden und bestimmte flags müssen beim kompilieren auch nicht mehr gesetzt werden.
Wird ein Update von Postfix 2.3 auf 2.4.0 gemacht, so muss der Dienst danach neu gestartet werden. Ein "reload" alleine reicht nicht aus, da es sonst Fehler vom queue Manager hagelt.
Zu beachten ist weiterhin daà bei dem Update ein neuer "retry" Service in die master.cf eingesetzt wird. Hierzu kann, wenn es zu Problemen kommt
postfix upgrade-configuration
genutzt werden. Danach muss die Konfiguration neu eingelesen werden.
Bis jetzt ist Postfix 2.4.0 noch nicht im Portstree von FreeBSD eingetroffen, die aktuelle Version ist dort noch Postfix 2.3.8.
Alle Ãnderungen können in den Release Notes nachgelesen werden.
Postfix ist, neben Exim und Qmail, einer der bekanntesten MTAs, und ein mehr als nur guter Ersatz für sendmail. Postfix ist schnell konfiguriert und sehr flexibel. Bleibt die Frage, wird unter FreeBSD irgendwann Sendmail aus dem Base verbannt werden und stattdessen Postfix kommen? Oder wird man den neuen Mailer nehmen der gerade bei DragonFlyBSD entwickelt wird? Meines erachtens sollte man sich bei FreeBSD von Sendmail trennen. Es ist zu gross und komplex und die Konfigurationsdatei lässt an eine andere Sprache denken die nicht von dieser Welt ist.



