App-of-the-month: Einmalpasswörter mit OPIE und freeauth
Wer kennt es nicht, das auth log ist voll von gescheiterten Anmeldeversuchen per SSH. Immer wieder gibt es dabei panische Reaktionen von Betreibern des Servers, die alle in die Richtung gehen "Hilfe, man versucht mich zu hacken". Mitnichten, dies ist das übliche Hintergrundrauschen wenn Port 22 frei ist und ein SSHD dort lauscht. Wirkliche Gefahr ist dabei, so man root den ssh login nicht erlaubt, diesen auf einige User beschränkt, komplexe Passwörter nutzt, nicht gegeben. Auch die Nutzung eines keys und einer passphrase schafft hier Abhilfe.
Eine vollkommen andere Möglichkeit bietet da die Authentifizierung mit einem Einmalpasswort. Hier das RFC dazu.
Die bekannteste Möglichkeit dürfte hier sicherlich OPIE (One Time Passwords in Everything) sein. Dabei werden die Kennwörter für einen Benutzer im voraus generiert und sind nur für eine einmalige Anmeldung nutzbar. Bei der nächsten Anmeldung muss ein neues OPIE Kennwort eingegeben werden. Dieses Verfahren ist der Verwendung einer TAN Liste beim Online banking recht ähnlich. Eine gute Beschreibung zur Nutzung von OPIE bietet das FreeBSD handbook, dieser Artikel und die manpage zu opie und opiepasswd.
Man kann aber auch noch einen Schritt weitergehen und einen SecureID Token (Zwei-Faktorauthentifizierung) nutzen. Diesen gibt es von der Firma RSA, wobei man aber auch auf das freie Projekt freeauth setzen kann und ein Java fähiges Mobiltelephon braucht.
Bei solchen Tokens, egal ob von RSA oder der Möglichkeit von freeauth, wird immer ein Zeitabhängiges Passwort erzeugt mit welchem der Benutzer sich auf dem System einloggen kann. Nach einer voreingestellten Zeit, beispielsweise 3 Minuten, wird ein neues Kennwort erzeugt. Das alte würde verfallen und eine Anmeldung wäre nur mit dem neuen Kennwort möglich. Hierzu muss freeauth auf dem entpsrechenden Server aktiviert werden, und das Java Programm, welches hier zu finden ist, muss auf dem Mobiltelefon installiert werden. Eine Liste der unterstützen Modelle gibt es hier einzusehen. Wer sich gerne ein Bild von der Anwendung auf dem Mobiltelephon machen möchte, findet hier einige Bilder.
Wie man sieht muss es nicht immer eine teure Lösung eines namenhaften Unternehmens sein, um gewissen SicherheitsmaÃnahmen im privaten Rahmen, oder professionellen Umfeld, konstengünstig nutzen zu können.

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