Bye bye IPv4...welcome IPv6 (unter MacOSX)

Donnerstag, 3. Februar 2011

Die letzten IPv4 Netze sind vergeben und schon hat man einen Grund mehr ein weiteres Endzeitszenario gebührend zu feiern. Allerdings reiht sich auch dies nahtlos in andere Endzeitszenarien ein, Hokuspokus.

Nebenbemerkung: Ein guter Film ist dabei "Quiet Earth - Das letzte Experiment".

Ja, alle Netze sind weg, dass heisst aber nicht, dass hier auch gleich alle IPv4 Adressen direkt an freie Wäschetrockner und Toaster vergeben wurden. Es gibt sie also noch. Und wenn alle Stricke reißen, dann gibts ja noch NAT. Hier stellt sich allerdings die Frage des Wollens... So gesehen befinden wir uns doch wieder in einer Endzeitstimmung, nicht weil die IPv4 Adressen bald aufgebraucht sind, nein, sondern weil dann NAT in seiner vollkommenen Boshaftigkeit seine ganze Fratze zeigt.

Um Herr der Sache zu werden haben sich ISP "blitzschnell" dazu entschlossen IPv6 zu nutzen. Diese Weitsicht. Oder auch Hoster, wie beispielsweise Hetzner, bieten IPv6 für jedermann an.

Trennen wir also IPv4 Internet vom IPv6 Internet. Schön das es da draussen IPv6 Angebote gibt, jaja, sicherlich alles dualmode, aber was bringt es dem geneigten User hinter seiner IPv4 Fritzbox mit seiner DSL Strippe? Der ISP bietet es dann doch nicht so schnell an.

Aber es gibt Licht am Ende des Tunnels. Ein Tunnel.

Es gibt eine Vielzahl von Anbietern für IPv6 Tunnel, viele nutzen es schon, und da nun IPv4 doch wirklich endlich zu Neige geht, Duke Nukem Forever tatsächlich erscheint, spricht nichts dagegen auch auf seinem Mac IPv6 zu nutzen.

Ein gutes Howto gibt es hier: http://pugio.net/2009/01/enable-ipv6-on-mac-os-x-the-tu.html
Inklusive Scripts und es läuft, nach Anpassungen, alles out-of-the-box.



MacOSX: Hallo ZFS

Montag, 14. Januar 2008

Die MacWorld hat noch nicht richtig begonnen, Apple Fans warten sehnsüchtig auf Steve Jobs, welcher am Dienstag seine Keynote halten wird, da kommt schon der ersten kleiner "Paukenschlag".
Wurde vor dem Release von MacOSX 10.5, aka Leopard, noch mehrfach darüber gemunkelt ob MacOSX 10.5 auch ZFS unterstützt (manch einer erhoffte sich evtl. das dies HFS+ ablöst), ist es nun mittlerweile so weit.

Das ZFS on OS X Team von Mac OS forge hat nun ZFS auf MacOS X portiert. Mac OS forge ist das Open Source repository für OS X welches von Apple gehostet wird.
So sind nun Binaries und auch der Source Code verfügbar.

Einige kleine Probleme gibt es allerdings noch. So kann der Papierkorb, befindet sich dieser auf einem ZFS Pool, nicht über die GUI entleert werden. Auch sollte ein USB Stick, welcher Teil eines ZFS Pool ist, nicht einfach entfernt werden. Ohne umount würde dies zu einem Kernel Panic führen.

Ein "getting started" neben einem "FAQ" und einer "Bug List" runden die Informationen rund um ZFS auf MacOSX ab.

Apple: Jäger und Sammler?

Montag, 19. November 2007
Das Apple seit der Einführung des iPods einen Aufschwung erlebt hat, weiss inzwischen jeder. Das Apple der Jäger von Windows ist, sollte auch klar sein (so wird oftmals Apple als "gut" und Microsoft als "böse" hingestellt).

Zu einem Jäger gehört allerdings auch das Sammeln. Neben massig Geld sammelt Apple aber allem Anschein nach noch andere Dinge, die den geneigten iPhone Benutzern nicht sonderlich schmecken dürfte. Ist gerade die Rede von dem Verlust des Fernemeldegeheimnisses und der Datensammelwut deutscher Behörden, so scheint sich Apple hier einfach, still und heimlich, ebenfalls einzuklinken.

Man werfe einen Blick in dieses Blog und dieses Forum. Dann sollte man sich Fragen, warum sammelt Apple Daten von iPhone Benutzern, und, wenn sie es da machen, und auf eine recht "interessante" Art und Weise, wo und wie machen sie es evtl. noch? Was geht es Apple an welche Aktien man sich wo und wie ansieht? Oder will Apple damit zu einem Gegenschlag ausholen um entsperrte iPhone zu blockieren?

Apples Schminkstift bei der Firewall

Freitag, 16. November 2007
Apple hat gestern das erste Update zu erst kürzlich erschienen MacOSX 10.5 (aka Leopard) herausgebracht. So gibt es neben vielen Detailverbesserungen wie beispielsweise am Finder, TimeMachine und den DiskUtilities, auch eine Verbesserung an der neuen Applikations-Firewall von MacOSX 10.5.

Diese stand bei vielen in der Kritik, besonders heise-security wollte schon fast eine Viren/Trojaner-Plage ob der neuen Applikations-Firewall ausmachen und spielte in Berichten darauf an das man bei Microsoft den gleichen Fehler auch schon machte, in dem man zu lax mit der Sicherheit umging. Nun ist MacOSX nicht gleich Windows, zum einen ist das System, nach dem heutigen Stand, an sich "sicherer" als Windows (welches immer noch das beliebteste und leichteste Ziel für Hacker, Cracker und Script-Kiddies ist).

Nun hat Apple, sei es durch diverse Berichte über die neue Applikations-Firewall oder auch nicht, die Applikations-Firewall mit dem Update auf 10.5.1 nachgebessert.

Aber ist dem wirklich so?

Wirft man einen Blick auf die Einstellungen der Applikations-Firewall, so wurde hier der Punkt "Alle eingehenden Verbindungen blockieren" herausgenommen, statt dessen steht dort nun "Nur wesentliche Dienste zulassen". Immerhin ein Schritt in die richtige Richtung, da die alte Bezeichnung schlicht falsch war. Hier konnten immer noch diverse Dienste, wie beispielsweise der NTPD, erreicht werden.
Nun ist dieser auch bei der Einstellung "Nur wesentliche Dienste zulassen" nicht mehr erreichbar. Allerdings sieht Apple als wesentliche Dienste diese an:

mDNS
Bonjour
IPSec


Was aber wenn man diese Dienste auch blockieren möchte? Oder anders gesagt, sagt einem Apple nun was notwendig ist und was nicht?

Es fehlen daher immer noch zwei Punkte in der GUI der Applikationsfirewall:

- Blockiere alle eingehenden Verbindungen
- Zeige die notwendigen Dienste in der GUI an mit der Möglichkeit diese manuell an- oder abzuwählen


Schaut man sich dann die Hilfe an, so wird hier immer noch von "Alle eingehenden Verbindungen blockieren" gesprochen, dabei ist dieser Punkt doch "Nur wesentliche Dienste zulassen" gewichen.

Apple selbst macht es doch vor das man den Punkt "Nur wesentliche Dienste zulassen" feiner einstellen könnte. Schaut man sich den Punkt "Sharing" an, so kann hier explizit angegeben werden welche Dienste zu aktivieren sind. Analog könnte man dies auch in der Applikations-Firewall einführen.

Was also bleibt? Im groben ist dieses Update für die Applikations-Firewall ein Schminkstift, welcher nichtmal besonders leidenschaftlich und genau angsetzt wurde. Es bleibt weiterhin ein bitterer Nachgeschmack.

Apple sollte in die GUI auch IPFW integrieren um beispielsweise alles dicht zu machen, oder die Firewall-Regeln global einstellen zu können. Programme wie LittleSnitch machen es vor. Hiermit kann jeder, dank der grafischen Aufbereitung, eine IPFW-Firewall entsprechend konfigurieren und den Bedürfnissen anpassen. Von Apple wird man hier im Regen stehen gelassen, da man dort auf die Applikations-Firewall setzt und wohl der Meinung ist, das nur Apple weiss welche Dienste wirklich notwendig sind und welche nicht.

Sicherlich ist die Idee von Apple, jede Applikation mit einem hash zu versehen gut, die Ansätze sprechen für diese Applikations-Firewall, allerdings scheint es immer noch nicht bis zu Ende gedacht zu sein. Auch scheint mir Apple das Potentzial, welches sich aus dem Verbund einer Applikations-Firewall und Portfirewall, aka IPFW, ergeben könnte, nicht klar zu sein. Würde man dies verbinden, so könnte Apple auch beim Thema Sicherheit ganz vorne dabei sein.

MacOSX 10.5: Application Firewall erklärt?

Mittwoch, 7. November 2007
Im ersten und zweiten Teil der MacOSX 10.5 Firewall Saga ging es noch darum, das die neue Application Firewall etwas eigentümlich arbeitet. So hat sich Apple von 10.4 auf 10.5 mehr oder weniger von IPFW entledigt und nur noch ICMP wird via IPFW geblockt oder erlaubt. Alles weitere übernimmt die neue Application Firewall.

Auch an anderer Stelle wurde über diese neue Firewall berichtet, so zuletzt, das die Firewall anscheinend auch Programme beschädigen soll. Alles in allem ist dies wieder der Stoff aus dem die Paranoia ihre Nahung bezieht. Da wird in Foren gleich darüber gemunkelt das MacOSX nun per se unsicher ist, dass man nur mit Firewall ins Netz gehen sollte, die neue Application Firewall aber keinen Schutz bietet.

Wer der Firewall nicht traut, kann immer noch über den Terminal.app IPFW manuell konfigurieren (für alle GUI Fetischisten gibt es auch eine GUI namens "waterroof").

Apple selbst hält sich bisher immer noch bedeckt was die Diskussion über die Application Firewall betrifft.

Nun ist allerdings ein erstes Dokument aufgetaucht, welches etwas Licht ins Dunkel bringen soll.

So greift die Application Firewall erst nachdem die Pakete auch von IPFW durchgelassen wurden, was keine wirkliche Überraschung darstellt. Die Application Firewall erlaubt die Öffnung der Ports durch die gestarteten Programme. Insbesondere der dritte Modus ist der interessanteste. Laut Apple soll bei unbekannten Programmen, welche nicht auf der Liste aufgeführt sind, einmalig ein Dialogfenster aufgehen um diesem Programm den Zugriff zu gestatten oder zu verbieten. Um Manipulationen an diesen Programmen aufzudecken, wird von jedem aufgenommen Programme eine Signatur erstellt. Diese wird bei Start des Programmes, bzw. beim Zugriff des Programmes auf das Netz, verglichen. So gesehen sicherlich eine gute Methode, wenngleich die Frage im Raum steht was geschieht wenn man das Programm auf eine neue Version aktualisiert.

Es wäre wünschenswert wenn Apple alle Einzelheiten zu der Application Firewall aufdecken würde. Ob sich dazu etwas in den Sourcen von Darwin 9.0 befindet, wird sich sicherlich in nächster Zeit klären.

MacOSX 10.5: Firewall, die zweite

Mittwoch, 31. Oktober 2007

Wie gestern schon geschrieben, scheint die Firewall (eigentlich der Paketfilter) etwas buggy zu sein. Für die einen ist es ein Bug, anscheinend gibt es das Problem auch schon in beim Apple BugReport unter ID#5567648, für die anderen ist es ein Features welche von Apple genau so gewollt ist. Da kann auch mal Apple selbst zitiert werden:

Einige Programme können über die Firewall zugreifen, obwohl sie
nicht in der Liste angezeigt werden. Hierzu zählen u. U.
Systemprogramme, Dienste und Prozesse (z. B. als "root" ausgeführte
Komponenten). Auch digital signierte Programme, die automatisch von
anderen Programmen geöffnet werden, können zu dieser Gruppe gehören.
Sie können ggf. den Zugriff dieser Programme über die Firewall
blockieren, indem Sie sie zur Liste hinzufügen.

Dies würde auch das Verhalten der Firewall erklären. Erklären ja, gut kann man es allerdings nicht heissen. Man stellt die Firewall unter der GUI, nur darum ging es im gestrigen Beitrag folgendermaßen ein:

Die hilfe sagt dabei auch das aus was man erwartet:

Allerdings ist der NTPD immer noch erreichbar, und auch andere Dienste können weiterhin erreicht werden.

Die Verwunderung war gross, zumal IPFW, egal was man in der GUI der FW einstellte, keine Änderungen an den eigenen Rules vornahm. Ausser der Filterung von ICMP wird hier keine Rule (ok, eine die alles erlaubt) geladen.

Einfach Erklärung, es gibt unter MacOSX 10.5 eine Application Firewall. Nun hat man also neben IPFW, welches stiefmütterlich behandelt wird, noch eine Applicationfirewall. Und genau diese ist von Apple so konzipiert wie es im Verhalten ersichtlich ist. Es ist also ein Feature, kein Bug. Wirklich anfreunden kann ich mich damit nicht, da mir die GUI (und Hilfe) etwas anderes sagt als dann wirklich geschieht. Designfehler? Schlicht übersehen? Doch ein Bug? Man kann es sich zur Zeit aussuchen.

Die Applicationfirewall von MacOSX 10.5 liegt unter

/usr/libexec/ApplicationFirewall

Leider kann hierzu keine manpage gefunden werden, auch fehlt es an einer entsprechenden Dokumentation die sich mir bisher verschliesst.

Um das ganze aber auch wieder zu relativieren, MacOSX 10.5 hat mit IPFW eine anständige Firewall dabei, welche sich nutzen lässt. Allerdings kann der User da nicht auf die GUI setzen, sondern muss entsprechende Änderungen im Terminal vornehmen. Die manpage zu IPFW hilft dabei weiter. Auch gibt es hierzu auf den Diskussionsseiten von Apple schon einige, einfache, Vorschläge, mit welchen der unerfahrene Benutzer seinen Mac "dicht" machen kann.

Und nein, der Mac ist nun nicht gleich offen wie ein Scheunentor, er wird nicht zu einer Viren- und Spamschleuder, das Bedrohungsszenario ist sehr gering und der User muss nun keine Angst haben. Der Punkt ist, das Apple die neue Application Firewall besser beschreiben sollte. Dinge die in der GUI versprochen werden, und dann nicht eingehalten wirken mehr als komisch, es ist einfach inkonsitent. Und gerade auf die Konsistenz legt Apple mit seiner GUI doch wert, warum dann nicht auch bei der Beschreibung und dem wirklichen geschehen der Firewall?


Apple: Leoparden springen nicht weit

Montag, 29. Oktober 2007

Da war es am Freitag nun also endlich soweit. MacOSX 10.5, aka Leopard, wurde ab 18:00 offiziell verkauft. Einen Tag später klingelte schon der UPS-Mann an der Tür und brachte das neue MacOSX 10.5 nach Hause.

Die Installation (komplett neu - man kann aber auch problemlos über den Tiger installieren) lief wie immer, schnell und ohne Probleme ab. Aber kaum war das System installiert, gab es auch schon den ersten Fix zu MacOSX 10.5.

Die meisten Programme welche unter MacOSX 10.4 liefen, können auch wieder unter 10.5 eingesetzt werden. Leider gehören dabei beispielsweise VirtualBox und MacIRSSI nicht dazu. Nun, man kann dank Parallels 2.5 darauf verzichten. In diversen Foren (wie beispielsweise macuser.de) und MacOSX News-Seiten (mactechnews) werden hierüber schon Listen geführt. 

Kommen wir zu der kurzen Kritik, oder den Lobpreisungen, von MacOSX 10.5.

Was gefällt?

Der einheitliche Look gefällt, wenngleich das grau der Fenster etwas deprimierend ist, dennoch ist es schön schlicht. Auch TimeMachine macht einen guten Eindruck, wobei man hier sicherlich vorsichtig sein muss, wie gut TimeMachine wirklich ist wird sich erst dann herausstellen wenn man es wirklich benötigt. Die CoverFlow Funktion im neuen Finder ist nett anzusehen, das war es dann aber auch. iChat bietet die Möglichkeit nun Hintergründe einzufügen. So kann man ein Photo seines Büros machen und bei einer Korrespondenz mit seiner Ehefrau via iChat Video, es so aussehen lassen wie wenn man im Büro ist (dabei könnte man gemütlich mit den Jungs bei einem Bier sitzen oder anderes machen, aber nicht im Büro sitzen). Der "neue" Finder ist besser geworden, ohne Frage, wenngleich User die den Finder noch nie sonderlich mochten auch mit dieser neuen Version wahrscheinlich nicht grün werden.

Was gefällt nicht?

Tja, evtl. waren die Erwartungen zu gross, aber das was Apple als ein Major Release verkauft, nunja, ist es das auch Wert? Nur mit grafischen gimmicks ist das nicht zu vertreten, aber darauf läuft es fast hinaus. Die "Stapel" im Dock sind doch sehr gewöhnungsbedürftig, da war die einfache Liste im Tiger besser wenn man einen Ordner im Dock anklickte. Alles in allem ist es etwas wenig was einem als User auffällt was ein Major Release rechtfertigt. Sicherlich, unter der sogenannten Haube hat sich wohl einiges getan, daher bin ich schon jetzt auf die Minor Releases gespannt und auf ein 10.6. Für mih wirkt 10.5, so hoffe ich, als Zwischenschritt zu etwas grossem. Wenn dem nicht so ist, dann ist die Entwicklungsabteilung von Apple langsam etwas müde bezüglich neuen Features. Wer bei dem Adressbuch die Möglichkeit von GoogleMaps als neues Feature anpreist, in Foren liest man da gar von Killerfeature, es so etwas aber schon gab, nur wurde da nicht google maps aufgerufen sondern ein anderer Anbieter, dann hat das den Eindruck das die Luft gerade etwas raus ist.

ArsTechnica hat einen langen ausführlichen Bericht zu MacOSX 10.5 herausgebracht. Hier gibt es eine Umfrage wie zufrieden man mit dem Leoparden ist.

Das die Beta schneller war als der Tiger machte Mut, nun kommt aber raus das der Leopard doch etwas langsamer ist als der Tiger, wie man hier nachlesen kann.

Ich habe in diesem Artikel absichtlich auf Bilder und dergleichen verzichtet, es gibt mittlerweile dutzende von Gallerien mit Leopard screenshots, beispielsweise diese hier.

Die 300 Features von Leopard sind hier zu finden. Eine Videotour von Apple gibt es hier.

Als letztes sei noch erwähnt, es gibt eine Lösung für alle die das 3-D Dock nicht mögen:

defaults write com.apple.dock no-glass -boolean YES

killall Dock

EDIT: Was auch noch sauert aufstösst ist Mail.app. Über das AddOn GPGMail konnte man unter 10.4 Mail.app dazu bringen mit PGP/GPG umzugehen. Leider funktioniert dieses Programm nicht mehr unter MacOSX 10.5 und dem neuen mail.app. Ich hatte erwartet das Apple dies endlich in mail.app selbst integriert, stattdessen kommt das unnütze Feature dazu, wie man dicke HMTL-Mails erstellt, mit bunten Hintergrund und dergleichen. Unverständlich. Und noch einmal mehr der "Beweis" das es beim Leopard auf das Aussehen ankommt und weniger auf sinnvolle Erweiterungen. 




MacOSX 10.5: Evolution mit Haken und Ösen

Freitag, 26. Oktober 2007

Heute war es soweit, um 18:00 Uhr wurde MacOSX 10.5, aka Leopard, offiziell zum Verkauf freigegeben. Apple spricht dabei vollmundig von 300 neuen Features, aber sind das wirklich 300 neue Features? 

Schaut man sich das Adressbuch an, welches es auch schon in den Vorgängerversionen gab, so kann man sich nun über Google map die Adresse visuell anzeigen lassen. Schön und gut, aber das ist nicht neu, das gab es schon davor. Nur nicht über Google Maps sondern über mapquest.

BootCamp, bisher immer als Beta deklariert, wird nun nicht mehr zum Download angeboten und hat nun Einzug Einzug in das "Base System" gefunden. Auch nichts wirklich neues.

Alles in allem lässt sich sagen, dass 10.5 eine generalüberholte 10.4 ist die nun einheitlicher, bezgl. Look & Feel daherkommt. Mit den Features wie "TimeMachine" und dem "QuickLook" gibt es sicherlich ansprechendes was MacOSX 10.5 sicherlich wertvoll macht. Ob es die 129 Euro Wert ist, wird man sehen.

Eine Übersicht der Features von Leopard gibt es hier.


Das fünfte X kommt am 26. Oktober

Dienstag, 16. Oktober 2007

Das Warten hat für viele nun endlich ein Ende. Nachdem die Fertigstellung von MacOSX 10.5 (Leopard) durch das iPhone aufgehalten wurde, steht der Termin nun fest. Der, schon vermutetet, 26. Oktober 2007 wird im Apple Store als Versanddatum angegeben. Vorbestellungen sind ab sofort möglich. 

Über die "grossartigen" Features kann man sicherlich diskutieren. Interessant dürfte allerdings sicherlich TimeMachine sein, welches ein Backup und Restore sehr vereinfachen dürfte (und niemand mehr einen Grund haben dürfte kein Backup zu machen). In wie weit bei der neusten MacOSX Version auch weiter Teile von FreeBSD eingeflossen sind, kann man bis dato nicht sagen.

Immerhin ist MacOSX Leopard ein registriertes Open Brand UNIX 03 Produkt wie man hier nachlesen kann.


MacOSX, und es ist doch UNIX

Mittwoch, 1. August 2007

MacOSX ist ein UNIX! Nein, MacOSX ist kein UNIX, ebenso wie Microsoft Windows keines ist! Man mag darüber lange und vortrefflich streiten, zumindest so lange bis MacOSX 10.5, aka "Leopard" noch nicht erschienen ist. 

Die grossen drei, IBM, SUN und HP waren bisher zertifiziert und halten das UNIX03 Zertifikat der OpenGroup inne. Nun wird aus den grossen drei, die grossen vier, denn Apple ist mit MacOSX 10.5 nun auch nach UNIX03 zertifiziert (hier das PDF). OpenGroup, welche die Rechte am Namen "UNIX" halten, vergeben dieses Zertifikat nur unter bestimmten Bedingungen. Welche das sind ist fraglich. Die Standards der OpenGroup sind bei SystemV verwurzelt, so sind alle bisherigen UNIX03 Zertifikatinhaber SystemV UNICES. MacOSX allerdings basiert auf BSD, um genauer zu sein zum grössten Teil auf FreeBSD. Und das ist ja bekanntlich kein SystemV. 

Den meiste wird dies allerdings recht egal sein was die OpenGroup da vergibt und was nicht, da es keinen Stellenwert für die meisten besitzt. Und es ist wirklich fraglich was eine solche Zertifizierung soll. Man könnte meinen das es dabei nur darum geht, aus dem Namen UNIX, Geld herauszuziehen, in dem man Firmen ein Zertifikat ausstellt und diese dann ihr Produkt mit "UNIX" bewerben dürfen. Wie gesagt, man könnte...

Apple, Qualität und die Wahrheit

Freitag, 22. Juni 2007

apple buntApple steht für viele Anwender immer noch als die etwas andere Hardwareschmiede. Ähnlich wie St.Pauli oder der SC Freiburg als die etwas anderen Fußballclubs gehandelt werden. Dennoch spielen auch diese nur Fußball, und Apple baut eben auch nur Hardware. Wobei auch dies schon nicht richtig ist, Apple macht das design, gebaut wird dann irgendwo im chinesischen Hinterland bei Asus oder Foxconn oder sonstwem.

Bei den MacBooks der ersten Generation gab es schon erhebliche Probleme mit der Wärmeabfuhr, oder anders gesagt, die Geräte wurden einfach viel zu heiss. Sicher auch zum Teil darauf zurückzuführen das Apple versucht den Lüfter nicht permanent laufen zu lassen, aber das war nicht die ganze Wahrheit der Geschichte, vielmehr wurde beim auftragen der Wärmeleitpaste geschlampt. Nun gut, es kann passieren, muss eben die Qualitätsicherung verbessert werden. Was dann mit der zweiten Generation, den Core 2 Duo wohl auch geschah. Nun gibt es die nächste Generation der MacBookPros, mit Santa Rosa und LED Display. Man scheint hier wieder an der Qualitätssicherung zu sparen, denn diese Geräte werden wieder sehr warm, und schau man sich die Bilder hier und hier an, fragt man sich wer da die Wärmeleitpaste in welchem geistigen Zustand draufgekleistert hat. Es könnte doch auch so aussehen, aber dazu muss der geneigte Anwender erst das Gerät auseinandernehmen und selbst Hand anlegen...

Apple stand mal, so der Mythos, für Qualität, mittlerweile versuchen sie sich aber diesen Bonus zu verspielen. Sicher, die Geräte sind immer noch deutlich schöner als die der Konkurrenz, sind, wenn ich das MacBookPro mit anderen Laptops vergleiche sehr gut verarbeitet, zumindest das Äussere, aber innen scheint dann doch der Wurm zu sein.

Innen war damals PowerPC, da wurde noch gesagt das Apple, oder das MacOS so gut ist, weil beides, Software als auch Hardware, aus einer Hand kommt und optimal aufeinander abgestimmt ist. Sicherlich ist das ein Vorteil, aber ist der nach dem Umstieg auf Intel immer noch gegeben? Schliesslich steckt in den neuen Geräten die gleiche Hardware wie in jedem anderen beliebigen x86 Rechner/Laptop auch.

Ja, Apple nutzt EFI und nicht mehr das klassische BIOS, aber das hat man auch bei anderen Intelboards, nur starten die gleich mit einer BIOS Emulation so das sich Systeme installieren lassen die ein BIOS brauchen.

Ist Apple also noch etwas besonderes? Ein Beitrag bei mcnix, mit dem Titel "Der Intel Mac - ein normaler PC?", räumt mit den Mythen etwas auf.

Was bleibt also? Eine Firma die schicke Geräte designed, eine Firma die ein sehr gutes OS herausbringt, eine Firma deren Jünger den Mythos lieben und hegen und pflegen, eine Firma deren Chef ein begnadeter Verkäufer ist, eine Firma die es geschafft hat nicht durch die Produkte an sich, sondern durch ihr Image, durch das Ansprechen der Gefühle bei den Käufern, wieder gross zu werden. Hut ab.

Wenn man die rosarote Brille abnimmt, was bleibt? Für mich die Überzeugung wieder einen Apple Rechner zu kaufen, da diese schick sind, das OS mir gefällt, und sie durch ihre Schlichtheit vom Design überzeugen. Ja, es ist eine Bauchentscheidung, und keine vom Kopf, denn wenn man rein logisch entscheiden würde, könnte man auch ein anderes, günstigeres Gerät nehmen, welches evtl. sogar vom gleichen Band rollt wie ein Apple PC.

User Interface Friction Benchmark: MacOSX vs Vista and XP

Mittwoch, 14. März 2007
Apple LogoEin etwas anderer Benchmark wurde von Pfeiffer Consulting durchgeführt. Der sogenannte User Interface Friction Benchmark.

Getestet wurden MacOSX, Windows Vista und Windows XP-SP2.

Bei der "Menu Latency" war Windows Vista rund 20% langsamer als Windows XP, und dieses wiederum langsamer als MacOSX. Beim zweiten Test, den "Desktop Operations", sieht das Bild ähnlich aus. Mit Windows Vista wurden dabei im Schnitt 2.73 Sekunden pro Operation gemessen, unter Windows XP waren es 2.34 Sekunden und bei MacOSX verstrichen gerade mal 1.50 Sekunden. Bei der Präzission der Maus, der "Mouse precision", lag Windows Vista wieder abgeschlagen auf dem dritten Platz, wobei MacOSX auch hier glänzen konnte.

Alles in allem geht bei diesem kleinen Test MacOSX als Gewinner hervor wobei man, wie bei jedem Benchmark, vorsichtig mit den Werten umgehen sollte. So steht Windows Vista, trotz langer Entwicklung, am Anfang und ob sich damit wirklich schlechter und/oder langsamer arbeiten lässt, ist bei geübten Windows Benutzern fraglich. Dennoch spricht dieser Test für die Benutzerfreundlichkeit von MacOSX.
Informationen zu diesem Test, mit einer genauen Beschreibung, ist ebenso erhältlich wie ein PDF Dokument, mit den ausführlichen Details.
Im übrigen ist heute für PPC und Intel Macs die Version 10.4.9 erschienen. Erhältlich über die Systemaktualisierung oder als Download bei Apple direkt.

Vmware bringt Virtualisierung für den Mac

Freitag, 22. Dezember 2006
Apple LogoSchön, die Zeit des Wartens hat ein Ende, und so beschert Vmware den Mac-Usern noch ein vorweihnatliches Geschenk in Form von "Vmware Fusion". Der Marktführer der Virtualisierung hat nun endlich ein Produkt für den Mac, auch wenn es sich bis dato noch um eine Beta handelt. Der Download umfasst rund 100MB und es dazu nötig sich zu registrieren, erst danach bekommt, wie üblich, einen Registrierungskey angezeigt. Es ist davon auszugehen das die Beta nur bis zu einem bestimmten Datum lauffähig sein wird, ob und wieviel das fertige Produkt dann kosten wird, steht bisher noch nicht fest.

VMware Images die mit VMware Workstation oder VMware Server erstellt wurden, können auch unter VMware Fusion genutzt werden. Anzumerken ist hierbei aber noch, VMware Fusion ist nur auf Intel Macs lauffähig. Neben USB2 wird auch virtual SMP unterstützt.

VMware muss sich dennoch sehr anstrengen um auf dem kleinen Markt von MacOSX mit Fusion bestehen zu können. Grund hierfür ist das excellente Produkt "Parallels", welches heute auch erst in einer neuen Version erschienen ist und immer mehr Anhänger findet. Parallels kostet rund 80 Euro und so darf man gespannt sein ob Vmware ihr Produkt nicht frei herausgibt, wie schon den VMware Server.

Unter Parallels können nun Windows Anwendungen im Dock abgelegt werden, und man kann zwischen diesen und MacOSX Anwendungen mittels Apfel+Tab hin- und herspringen. Der sogenannten Coherence Mode, bei dem das virtuelle Windows teil von MacOSX zu werden scheint, wurde noch weiter perfektioniert.  Auch die Geschwindigkeit hat nochmals zugelegt, und so kann man mit beinaher nativer Geschwindigkeit rechnen. Dabei belegt Parallels selbst, laut Aktivitätsanzeige, nur rund 100MB im RAM und Windows in den Tieschlaf zu versetzen, bzw. wieder aufzuwecken, dauert maximal 5 Sekunden.

MacOSX und BSD

Mittwoch, 20. September 2006
Darwin LogoDas ein grosser Teil von MacOSX auf BSD basiert (allen voran FreeBSD) ist für viele nichts neues. Apple hat damit aber, wie auch Tom Yager in seinem Artikel feststellt, BSD wieder zurück auf die Bühne gebracht.

In Zeiten in denen es auf der einen Seite kommerzielle Unixe gibt und auf der anderen Linux, hat es BSD nicht besonders leicht, da meist Linux als die Alternative zu grossen Unix Systemen wie Solaris genannt wird, aber auch bei einer Alternative für ein Desktopsystem. So versucht Linux (bzw. die Distributionen) Microsoft Windows gerade auf dem Desktop Konkurrenz zu machen.

Doch zwischen Windows und Linux klafft immer noch eine grosse Lücke, und in dieser sitzt nun seit geraumer Zeit MacOSX welches immer mehr Anhänger findet und wohl das beste Desktopsystem ist. Und das mit BSD als Unterbau (auch der Machkernel wird immer BSD lastiger). So kann auch vermutet werden, dass in Zukunft MacOSX immer BSDiger wird und Mach eventuell irgendwann ganz abgelöst wird. Genaueres wird man mit der Einführung von MacOSX Leopard wohl erfahren.

Im Artikel von Tok Yager geht dieser auch auf darauf ein das BSD mehr ist als nur ein Kernel, es ist ein System, mit Kernel, nötigen tools und einer standardisierten API.

Apple setzt, allem Anschein nach, auch einiges daran, die Bestimmungen der Open Group zu erfüllen dem Unix Standard zu entsprechen. So gesehen, wenn sich dies alles bewahrheitet, ist MacOSX in Zukunft, vielleicht schon ab Leopard, ein anerkanntes Unixsystem.

Die BSDs sollten daher an der Popularität von MacOSX etwas teilhaben. Und wenn diese nur wieder in das Bewusstsein der Benutzer, Systemadministratoren und Entscheider dringen. Dies kann der ausschlaggebende Punkt sein sich für BSD und gegen ein anderes System zu entscheiden.

ZFS unter MacOSX?

Donnerstag, 24. August 2006
Apple LogoZFS ist in aller Munde, und so ist es nicht verwunderlich, dass auch darüber spekuliert wird, ob in der nächsten Version von MacOSX, Leopard, ZFS zum Einsatz kommen wird.

Die Gerüchte werden dadurch genährt, dass es unter Leopard kein fsck oder newfs mehr geben soll, desweiteren wurde eine veränderte vnode.h gefunden:
enum vtagtype
{VT_NON, VT_UFS, VT_NFS, VT_MFS, VT_MSDOSFS, VT_LFS, VT_LOFS, VT_FDESC, VT_PORTAL, VT_NULL, VT_UMAP, VT_KERNFS, VT_PROCFS, VT_AFS, VT_ISOFS,
VT_UNION, VT_HFS, VT_ZFS, VT_DEVFS, VT_WEBDAV, VT_UDF, VT_AFP, VT_CDDA, VT_CIFS, VT_OTHER};

Die Spekulationen gehen da natürlich etwas weit, wenngleich die Ablösung von HFS+ sicher irgendwann kommen wird.

Ob es sich dabei nun nur um die Unterstützung handeln könnte auch ZFS Dateisysteme zu mounten und zu lesen, bzw. diese zu beschreiben, oder ob MacOSX in Zukunft als FS ZFS nutzen wird, kann mit der grössten Sicherheit erst nach erscheinen von MacOSX Leopard gesagt werden ;-).

Eventuell wartet man ja bei Apple auch auf die Arbei von Pawel, der in grossen Schritten ZFS auf FreeBSD portiert...