ZFS wird ja immer nachgesagt das es für den Server sinnvoll ist, aber für den Desktop-Rechner eines Home-Users kaum etwas an Mehrwert bringt.
Ich möchte diese These nicht vollständig umdrehen, allerdings ist ZFS
gerade für den Desktop-Rechner eines Home-Users interessant.
Warum? Nun, unter ZFS ist es genauso einfach ein Dateisystem anzulegen wie ein Verzeichnis.
Dies soll nur verdeutlichen das der Umgang mit ZFS um einiges einfacher ist als der mit anderen Dateisystemen. Und damit sollte auch ein Desktop-User zu Hause die Vorteile von ZFS leicht zu spüren bekommen.
Windows-User und/oder MacOSX User sollen hier aussen vor bleiben, der Appell richtet sich eher an die User einer Linux Distribution und/oder auch FreeBSD User.
In Zeiten von 300, 500 und 1000GB Platten in einem Desktop-System sollte nun wirklich jeder Home-User über ein Quentchen Sicherheit nachdenken. Er muss ja nicht gleich jeden Tag ein Backup auf ein externes Device ziehen und dies an einem anderen Ort auslagern (allerdings mache ich dies beispielsweise unter MacOSX mittels TimeMachine so...), es reicht für den Anfang wenigstens das Einrichten eines RAID auf dem lokalen Rechner.
Ja, es gibt hier unter Linux Möglichkeiten mittels mdadm und unter FreeBSD gibt es gmirror. Aber warum nicht einfach ZFS hierzu benutzen, zumal das Anlegen weiterer Dateisysteme ein Kinderspiel ist. Auch die Einrichtung eines RAID geht äusserst schnell:
# zpool create data mirror c0t0d0 c0t1d0
# zfs create data/filesystem
Fertig. Daten sicher. Zumindest etwas mehr als davor. Und bei den Preisen von Festplatten sollte nun wirklich jeder Home-User die Möglichkeit haben eine zweite Platte zu kaufen. Ein HW-RAID muss nicht sein, es gibt mit ZFS eine gute und sichere Möglichkeit für ein RAID1.
Und immer wieder passiert es Usern das diese ein komplettes Verzeichnis mittels "rm" löschen und danach eine Fragenorgie in Foren starten wie sie denn ihre Daten wieder zurückbekommen. Oftmals kommt als Antwort: Spiel Dein Backup ein. Und in allen Fällen ist keines vorhanden. Muss es auch nicht, wenn die User ZFS nutzen würden und hier die snapshot-Funktion.
Wie gesagt, das alles ersetzt sicherlich kein Backup, das alles gibt es auch irgendwie schon auf einem Linux und/oder FreeBSD System, allerdings ist die Nutzung von ZFS besser als auf alle Sicherheitsvorkehrungen zu verzichten und, der Umgang mit ZFS ist wirklich ein Kinderspiel.
Und, worauf es mit ankommt: Dies verdeutlicht das ZFS sehr wohl auch für den Desktop-User einen Mehrwert hat und ZFS nicht nur auf Servern sinnvoll eingesetzt werden kann.
P.S.: Ja, ZFS hat noch einige Unzulänglichkeiten was booten und ACLs angeht, aber für den normalen Desktop-User ist ZFS, durch seine einfache Bedienung, das Dateisystem.